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Phänometrie des Unfassbaren – Eine Bewusstseinsstudie

Jeder Mensch beschreibt sich selbst und die Welt um sich herum mit einem subjektiven Empfinden, namens „Bewusstsein“. Nur hat dieses Phänomen keine Gestalt. Wir können es weder riechen, schmecken, hören noch benennen. Und doch begleitet es notwendigerweise unseren Alltag. Sein Wesen scheint eines der widerspenstigsten Rätsel des Menschen zu sein. Seit Jahrtausenden beschäftigen sich große Denker und Wissenschaftler mit dieser „Substanz“, die unsere Persönlichkeit formt. Sie waren und sind bemüht, die durchsetzungsfähigste Auslegung des „alltäglich Unfassbaren“ zu bieten, präsentieren aber eher Teilaspekte des Phänomens als dessen Gesamtbild. Anstatt die verschiedenen Disziplinen um die Deutungsmacht, über das, was den Menschen ausmacht, buhlen zu lassen, haben wir den absoluten Anspruch fallen gelassen und eine essenzielle Annäherung gestaltet.

Diese theoretische Annäherung soll die Grundlage für eine abstrakte Darstellung bilden. Ziel ist es, Bewusstsein bzw. Teilaspekte dessen, zeitlich und räumlich in metaphorischer Weise wahrnehmbar zu machen. Die Installation zeigt eine abstrakte Bewusstseins-Visualisierung, die live auf Basis der Gehirnwellen des Besuchers generiert wird. Der Gehirnzustand des Rezipienten wird in zwei Visualisierungen interpretiert. Die Eine stellt das physische Korrelat zum Bewusstsein in Form von abstrahierten neuronalen Funktionsweisen dar. Die zweite Darstellung interpretiert die nicht greifbare subjektiv, mentalen Seite des Bewusstseins. In der Installation verschmelzen diese beiden Aspekte des Themas auf vier Ebenen und zeigen auf jeder Ebene ein unterschiedliches Mischverhältnis zwischen physischer und mentaler Visualisierung. Ein Spektrum zwischen Körper und Geist.

brainwaves

Besucher werden von der Installation zur Betrachtung ihrer Selbst animiert und dazu gebracht, das Ich in meditativer Weise zu reflektieren.. Zudem kann durch fokussierte Aufmerksamkeit die Visualisierung gezielt gesteuert werden.

Eine Erinnerung an die weiten Dimensionen des Unbekannten, an die Immaterialität, die Unfassbarkeit der mentalen Entität.

Ein Projekt von Inga Sieberichs und Robert Balke
Betreut durch Prof. Eva Vitting und Prof. Sabine Fabo
WS 2014/15 – FH Aachen

01_ausstellung

BA_Praesentation_is_rb_Phaenometrie des Unfassbaren_03.02.2015.i

02_plakate

03_dokumentation

04_installation

07_visualisierung

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projektionen

objekt

ausstellung