Im Rahmen eines FH-Projekts bei Prof. Eva Vitting sind diese experimentellen Infografiken entstanden. Zwei Wochen habe ich meine Kommunikation protokolliert. Gegliedert in Gespräche, Telefonate und Chatkonversationen.
Der wichtigste Aspekt bei Datenvisualisierungen ist wohl die Lesbarkeit. Diese habe ich bei der Erstellung der Grafiken bewusst nur an zweite Stelle gesetzt. Mein Fokus bei diesem Thema bestand darin, ein visuelles Brainstorming zu erstellen ohne viel zu selektieren.
Ich habe die Arbeit an diesem Projekt sehr genossen. Das Suchen nach sinnvollen visuellen Variablen für bestimme Teilaspekte und die Umsetzung in ein durchdachtes Gesamtkonstrukt ist ein kreativer Prozess genau nach meinem Geschmack.
Zusammen mit Simon Wolf (Pixelazubi) habe ich für das Skatewearlabel BlackBrand Clothing Company aus Wuppertal einen Onlineshop entwickelt. Über das Weblayout und die technische Umsetzung hinaus, haben wir ein Fotoshooting, Retusche und die Produktverwaltung übernommen.
In meiner Kindheit sah ich bei Bekannten einen afrikanischen Steckstuhl. In Afrika gibt es diese Stühle schon seit mehreren tausend Jahren. Auch die Wikinger haben solche Stühle verwendet, da sie sehr platzsparend auf Schiffen transportiert werden konnten. Ich war schon damals davon beeindruckt und habe mir lange vorgenommen selber einen solchen Stuhl zu bauen. Zwei Holzbretter die zusammen gesteckt werden. Ein einfaches Konzept. 2008 habe ich dann losgelegt.
Mein Stuhl sollte den letzten Nachteil dieser Stühle ausmerzen. Die Steckstühle sind in der Regel sehr klein und die Sitzfläche ist sehr niedrig. Nach den ersten Skizzen fiel mir auf, dass es nicht möglich ist den Stuhl zu vergrößern, da das Holz der Sitzfläche dann extrem weit nach hinten raus steht und der Stuhl dadurch viel Platz einnehmen würde.
Dieses Problem lies sich durch die Biegung des Holzes lösen. So kann der Stuhl groß sein ohne all zu viel Fläche einzunehmen. Außerdem ist dadurch der Stuhl um einiges bequemer geworden. Leider hat der Stuhl durch die Biegung die ursprünglichen Vorteile dieses Stuhl-Konzeptes verloren. Der Stuhl ist in auseinandergesteckter Form weder platzsparend, noch gut zu transportieren. Aber damit konnte ich leben, da ich nicht vorhatte mit ihm auf einem Schiff um die Welt zu segeln.
Nach vier Monate mit vielen Fehlversuchen war ich dann fertig. Der Stuhl ist aus massiver Eiche und etwa 1,60 m hoch.
Diese Arbeit ist als Bewerbung für die KISD (Köln International School of Design) entstanden. Das Bewerbungsthema 2010 lautete "Risiko". Ich wollte kleine alltägliche Risiken in einfacher Form darstellen.
Jedes Blatt stellt eine andere Art von Risiko dar, welchen unsere Füßen täglich ausgesetzt sind. Ich bin aufgrund dieser Arbeit und dem anschließenden Bewerbungsgespräch an der KISD angenommen worden. Die FH Aachen war für mich jedoch reizvoller.
Trotz Bewerbungsdruck bin ich relativ unbefangen an die Arbeit gegangen. Ich habe mir einfach Farbe unter die Schuhe bzw. Füße geschmiert und bin über die Blätter gelaufen.
Analoges Arbeiten an die Macht!
Einer der Ersten Fotografen der mit dieser Technik experimentiert hat war Anton Giulio Bragaglia. Das Experimentieren ist für mich eine der wichtigsten Vorgehensweisen, um mein gestalterisches Repertoire zu erweitern.
Eine relativ alte Arbeit von 2008, die ich noch immer sehr mag. Ich habe mit Kreide geometrische Formen auf den Boden gemalt. Mit der Anweisung "gestalte diese Form mit deinem Schatten" habe ich Freunde und Bekannte dazu motiviert selber kreativ zu werden.
Das Thema Schatten fasziniert mich sehr und ich habe vor, in hoffentlich nicht all zu ferner Zukunft weitere fotografische Experimente zu diesem Thema zu machen.
Ich Dokumentiere diese Straße in Köln jedes Jahr mit einem Foto. Das Bild für 2011 steht noch aus. Ich liebe absolute Perspektiven wie die Vogelperspektive. Bei diesen Bildern habe ich mich von dem Fotografen Stephan Zirwes inspirieren lassen.
Dies ist eine weitere Arbeit aus dem Bereich des Produktdesigns. Entstanden für die Bewerbung an der FH Aachen zum Thema: "Welt ohne Schwerkraft".
Ich habe das Thema so interpretiert, dass die Schwerkraft in unserer aktuellen Welt verschwindet. Um eine genauere Vorstellung davon zu bekommen, wie sich das Universum in einem solchen Fall ändern könnte, habe ich mit einem Physikstudenten gesprochen.
Ohne Schwerkraft würden nach unserer Theorie große Körper wie z.B. Planeten auseinander brechen. Zuerst würden Atmosphäre, Wasser und andere nicht feste Objekte im Unterdruck des Universums verschwinden. Anschließend würde auch die Erde dem Sog nicht standhalten und an den bereits vorhandenen Rissen der Kontinentalplatten auseinander brechen. Diesen Vorgang stellt die Lampe dar.
Robert Balke
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